Eminem Songs sind ein echter Meilenstein der Rapmusik

4th Januar, 2011

Eminem, der eigentlich Marshall Bruce Mathers heißt, begann seine Karriere Ende der Achtziger Jahre in der Detroiter Rap-Szene durch Auftritte bei sogenannten Open-Mike-Jams und nannte sich ursprünglich “M & M”, was aber zu rechtlichen Problemen mit einer Süßwarenmarke geführt hätte. Daher formte er den Namen um zu Eminem. Er erfand später auch ein Alter Ego namens Slim Shady, als er Teil einer losen Formation von sechs Rappern wurde, die sich D12 nannten. Während Eminems Debut “Infinite” kaum Beachtung fand, wurde der Produzent Dr. Dre auf seine Slim Shady EP aufmerksam und nahm ihn unter Vertrag. Aus der EP wurde eine LP, die 1999 erschien und bald Platz 1 der Billboard Charts erreichte und drei Platin Auszeichnungen erhielt. Die Eminem Songs der nachfolgenden Alben “The Marshall Mathers LP”, “The Eminem Show” und “Encore” wurden noch erfolgreicher.

Die Eminem Songs zeichnen sich häufig durch sehr aggressiven Rap aus, für den Eminem auch häufig von verschiedenen Seiten kritisiert wurde. Er selbst interpretiert sein “Rappergehabe” eher selbstironisch. Viele seiner Texte drehen sich vor allem um die Verarbeitung seiner schwierigen Kindheit und Jugend, aber auch um seine erste missglückte Ehe mit Kimberley Scott, die 2006 nach einem erneuten Versuch wieder geschieden wurde. Nachdem im US-Kongress ein Ausschuss gegen unangemessene Gewaltdarstellung in der Popmusik entstand, wurde das Album “The Eminem Show” gewissermaßen entschärft, indem ein Titel weggelassen wurde. Allerdings erwiesen sich die Aufkleber mit der Warnung “Eindeutige Inhalte”, auf Englisch “explicit lyrics”, auf den Alben für die Eminem Songs eher als Verkaufshilfe.

Auch in anderen Bereichen ist Eminem tätig, so hat er in dem sehr erfolgreichen autobiografisch angehauchten Film “8 Mile” 2002 einen aufstrebenden Rapper gespielt und einen Academy Award für den besten Original-Song erhalten – “Lose yourself”. 2002 hat er außerdem das Modelabel “Shady Ltd.” gegründet. Weitere erfolgreiche Songs sind zum Beispiel “My Name is”, “Stan”, “The real Slim Shady”, “Without me” unter anderem.

Hiphop-Store: Breakdance, Graffiti, DJing und Rap

29th Dezember, 2010

Ein weit verbreiteter Irrglaube ist es, dass Hiphop mit Rap gleichzusetzen ist. Letzteres ist vielmehr nur eine Unterkategorie. Die vier Säulen des Hiphop sind Rap, DJing, Breakdance und Graffiti. Es wird deutlich, dass es nicht nur um eine bestimmte Musikrichtung, sondern um ein komplettes Lebensgefühl geht, was allerdings bei der starken Fixierung auf den kommerziell erfolgreichen Rap oft vergessen wird. Doch will man sich mit dem Thema genauer befassen, lohnt sich der Blick in einen Hiphop-Store. Nicht nur, dass man hier häufig Musik findet, die eher noch ein Geheimtipp ist; auch weiteres Zubehör, wie die passende Kleidung und DJ-Zubehör helfen, den Hiphop-Horizont zu erweitern.

Je nach Ausrichtung hat ein Hiphop-Store auch für den Laien ungewöhnliche Artikel, wie Graffiti-Spray, im Angebot. Auch wenn viele sofort den Begriff Vandalismus vor ihrem geistigen Auge haben, gehört dieses Thema zu Hiphop untrennbar dazu. Die Ursprünge liegen in der Anonymität der Großstadt. Es war schwierig für die desillusionierte, junge Generation, aus der Masse herauszustechen. Einige begannen, sich im wahrsten Sinne des Wortes einen “Namen zu machen” und sprühten ihn an die Mauern, wo ihn möglichst viele Leute lesen sollten. Eine unabhängige, aber doch verwandte Entwicklung zeigte sich im Rap/MCing und DJing: Der DJ schnitt verschiedene Musikrichtungen zusammen und ein Rapper (MC) reimte dazu ein paar Zeilen. Breakdance entstand, weil einige anfingen, dazu zu tanzen.

Obwohl Rap auch beispielsweise von sozialer Ungerechtigkeit und dem Unterschied zwischen Schwarz und Weiß handelt, waren diese ersten Rapsongs eher eine Aneinanderreihung von Alltagserlebnissen. Der Mythos vom Ghetto- oder Gangster-Rap bildete sich erst später heraus und kann nicht als die Urform bezeichnet werden, auch wenn es heute oft als die einzig wahre Form propagiert wird.

Es wird also deutlich, dass die Artikel in einem Hiphop-Store lediglich das Ergebnis einer längeren Entwicklung sind und dass es nicht zufällig zu der Kombination von Kleidung, Musik, Graffiti, DJing und Tanz gekommen ist. Wer behauptet, Hiphop zu verstehen (und nicht nur Rap zu hören), sollte sich mit allen Facetten beschäftigen.

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